Entringen

Foto Luftbild Entringen
Quelle: Luftbild Süd/Fabian Amann


Bei Grabungen in Entringen wurden immer wieder (insbesondere aber 1926 und 1999) alamannische Gräber aus dem 5. Jahrhundert entdeckt. Funde wie z. B. eine Goldgriffspatha aus einem Kriegergrab in der Zeppelinstraße sind heute im Württembergischen Landesmuseum zu besichtigen.

Urkundlich erscheint der Name "Antringen" erstmals im Jahr 1075 in Verbindung mit dem Entringer Adelsherren Adalbertus de Antringen auf der Gründungsurkunde des Klosters Hirsau. Im Jahr 1284 wird erstmals Hohenentringen erwähnt. Das ehemalige Schloss ist heute eine beliebte Ausflugsgaststätte. In der Gasstätte sind die Wappen der ehemaligen Lehensherren wie z. B. das Kloster Bebenhausen und die Herren der Burg Hohenzollern zu sehen.

Landwirtschaftlich wurden in der Vergangenheit der Schönbuch als Viehweide und die Hänge wurden als Weinberge genutzt.

1855 werden von der Gemeinde sechs Webstühle beschafft, um daran Waisen und Kinder armer Familien auszubilden und ihnen eine Lebensgrundlage zu bieten. Ab 1910 gab es eine Eisenbahnanbindung und Elektrizität. Außerdem wurde damals der industrielle Gipsabbau (Gipswerk Entringen) in der Gipsgrube zwischen Entringen und Breitenholz betrieben.

Die Entringer werden auch "Storchenschendler" genannt. Dies ist auf die die geglückte Rettung eines vom Kirchendach abgestürzten Jungstorchs zurückzuführen. Vom damals benachbarten Schulhaus kamen Lehrer und Kinder dem Störchlein zuhilfen und schienten dessen gebrochenes Bein mit einer Schindel.

Im Zuge der baden-württembergischen Gemeindereform hat sich Entringen mit fünf, bis dahin eigenständigen Ortschaften, am 1. Dezember 1971 zur Einheitsgemeinde Ammerbuch zusammengeschlossen.

Breitenholz

Die Perle am Schönbuchrand, denn wohl kein anderes Dorf liegt so idyllisch und ruhig am größten Waldgebiet im Landkreis Tübingen. Die Fachwerkhäuser rings um das Zentrum "Rathaus - Kirche - Schulhaus - Gasthaus Ochsen" versetzen so manchen Besucher in eine andere Zeit.  Von der Ruine der Burg Müneck, die westlich des Ortes im Schönbuch lag, ist heute so gut wie nichts mehr zu sehen.

Am Bergsporn befindet sich ein Aussichtspunkt, der bei klarem Wetter eine weite Aussicht über das Korngäu, die Wurmlinger Kapelle bis hin zum Rand der Schwäbischen Alb und der Burg Hohenzollern bietet. An den Hängen hegen und pflegen heute fleißige Winzer den hiesigen Wein, der im Sommer beim Weinbergfest kredenzt wird.

Dort wo die heutige Kirche steht, wurde bereits 1453 eine Kapelle das erste Mal urkundlich erwähnt. Der Kirchturm existiert seit dem 14. Jahrhundert, das angebaute Langhaus wurde 1964 neu erstellt, nachdem das 1577 gebaute Kirchenhaus abgerissen wurde.